Die LEADER-Region Moorexpress-Stader Geest hat sich die „stärkere Einbindung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in den Prozess der ländlichen Entwicklung“ zum Ziel gesetzt. Im Dezember ist ein Förderantrag für ein Projekt beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg eingegangen, dessen Idee in Zusammenarbeit mit dem Jugendrat Gnarrenburg und weiteren Jugendlichen aus der Gemeinde entstanden ist.

Anfang letzten Jahres waren die Jugendlichen in und um Gnarrenburg zu mehreren Workshops eingeladen, um gemeinsam mit der Gemeinde die Einrichtung eines Jugendplatzes in der Dahldorfer Straße zu diskutieren und zu planen. Durch die Einbindung der Jugendlichen in die kommunale Gestaltung soll sichergestellt werden, dass der Sportjugendplatz auch den Vorstellungen der Jugendlichen entspricht und angenommen wird. Bei den Treffen konnten die Jugendlichen ihre Wünsche äußern, Prioritäten setzen und das Vorhaben aktiv mitgestalten. Ganz oben auf der Prioritätenliste stand bei allen öffentlichen Treffen ein Fußballfeld / Soccer Court.

Nach dem positiven Beschluss des LEADER-Entscheidungsgremiums Mitte November, hat sich die Gemeinde Gnarrenburg beeilt und bereits Anfang Dezember den formalen Förderantrag gestellt. Demnach soll angrenzend an den Sportplatz des TSV Gnarrenburg ein DFB-Kleinfeld (20 x 13m) mit Kunstrasen, Toren, Ballfangnetz an den Torseiten und umlaufendem Bandensystem gebaut werden. Der Platz wird frei zugänglich sein und gibt allen begeisterten Balljägern die Möglichkeit kostenlos das Sportangebot zu nutzen. Die geschätzten Gesamtkosten inklusive der Vorbereitungsarbeiten für den Untergrund liegen bei 100.134,99 € brutto. 67,5 % der Kosten werden mit LEADER-Mitteln gefördert, sofern das ArL einen Bewilligungsbescheid ausstellt. Mit einer Einweihung des neuen Minispielfeldes rechtzeitig zur EURO 2024 ist wohl nicht zu rechnen, aber die Fertigstellung ist für dieses Jahr geplant.

Der Jugendplatz soll neben dem bereits bestehenden Basketball Court und neuen Soccer Court weitere Sportmöglichkeiten bereitstellen. Dazu gehören beispielsweise ein Beach-Volleyballfeld und ein Tischtennisplatz. Diese werden mit anderen Förderprogrammen kofinanziert.

Jugendplatz Gnarrenburg vorher I

Foto A. Hohmann: Dieser Platz soll zu einem Jugendtreffpunkt mit verschiedenen Sportmöglichkeiten umgebaut werden.